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Teleradiologie

Das Thema „E-Health“ hat im Rahmen der Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen und führt immer wieder zu Diskussionen. Unter dieses Themengebiet fällt ebenfalls die Teleradiologie, die zunehmend auch in Schweizer Spitälern angewandt wird. Die Teleradiologie ermöglicht es, dass der Radiologe die Bilder nicht am Untersuchungsort anschauen muss, sondern dies an einem PC in einem anderen Raum, Gebäude oder gar an einem anderen Ort tun kann.

Relevant sind in diesem Zusammenhang einerseits die Anforderungen an die Datenübertragung (Sicherheit, Qualität der Bilder, etc.), andererseits ergibt sich für das radiologische Team eine neue Konstellation am Arbeitsplatz. Der Radiologie ist nun nicht mehr zwingend am Untersuchungsort. Fraglich ist nun, wer seine Aufgaben wahrnimmt, die zwingend vor Ort z.B. am Patienten ausgeführt werden müssen. Weiter stellt sich die Frage wer die Verantwortung für die Untersuchung vor Ort trägt sowie der Delegierbarkeit der Aufgaben des Radiologen, in diesem Zusammenhang ist zudem die Haftungsfrage von Bedeutung. In der Praxis hat sich gezeigt, dass es für die Radiologiefachpersonen nicht immer einfach ist abzuschätzen, welche Aufgaben des Radiologen sie wahrnehmen sollen und dürfen und welche Aufgaben sie nicht wahrnehmen dürfen.

Die SVMTRA hat eine Projektgruppe eingesetzt, um die rechtlichen Grundlagen der Teleradiologie zu erörtern und um darauf basierend eine Direktive zu verfassen, welche die Aufgaben und Kompetenzen der Radiologiefachpersonen festhält. Ziel ist einleitend die allgemeinen rechtlichen Grundlagen der Teleradiologie darzustellen, danach soll die Perspektive der Radiologiefachpersonen eingenommen und die für sie relevanten Fragestellungen behandelt werden.

Zusätzlich an Bedeutung gewinnt das vorliegende Thema mit der Parlamentarischen Initiative zur gesetzlichen Anerkennung und Verantwortung der Pflege vom 16. März 2011. Die vorgeschlagene Gesetzesrevision soll den Berufsstatus der Pflegefachpersonen aufwerten. Ziel ist es, die Pflegefachpersonen mit ihren spezifischen Kompetenzen besser zu positionieren bezüglich ihrer Rolle in der patientenzentrierten Gesundheitsversorgung. Eine klare Aufgabenteilung im radiologischen Team sowie möglicherweise eine Aufgabenerweiterung für Radiologiefachpersonen, in Übereinstimmung mit dem Rahmenlehrplan Bildungsgang Radiologiefachfrau/-fachmann, würden zu einer Aufwertung und besseren Positionierung des Berufsstandes der Radiologiefachpersonen führen.

Die Richtlinien zur Teleradiologie wurden am Radiologiekongress 2016 in Davos vorgestellt. Die rechtliche Analyse sowie die Richtlinien wurden von Juristen der WALKER Management AG durchgeführt und verfasst.