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COVID-19 – der unsichtbare Feind

Wir alle sind seit einigen Wochen mit der Entwicklung der Pandemie des COVID-19 beschäftigt.

Karolina Dobrowolska, Präsidentin des SVMTRA

Kapazitäten für COVID-19 Patienten werden in Spitalern geschaffen, Praxen werden geschlossen, ambulante Therapieren nicht mehr angeboten, für einige wird Kurzarbeit ausgerufen, in der Radiologie untersucht man nur einen Bruchteil der ambulanten Patienten. Temporär werden Personalressourcen frei und durch die Verordnung des Bundes „Bleib zu Haus“ steht das Leben ausserhalb des Spitals fast still und für viele von uns fehlt die Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Eine absolute Ausnahmesituation, welche uns alle fordert und noch fordern wird.

Es ist schwer vorstellbar, dass in der restlichen Schweiz eintreten soll, was jetzt im Tessin passiert. Und doch rechnen wir mit dem Szenario, welches aktuell im Tessin und in der Romandie Realität geworden ist. Wir alle sehen die Bilder im Fernsehen, und es ist fast unmöglich, sich klar zu werden, dass der Zustand in der restlichen Schweiz in ein paar Tagen auch eintreffen könnte. 

Viele von uns sind verunsichert, sorgen sich und haben Angst vor dem Unbekannten. Als Radiologiefachpersonen heisst es jetzt zusammezunstehen mit dem Gesundheitsfachpersonal und stark zu sein. Wir werden nach wie vor für die Diagnostik gebraucht und es gibt viele Ärzte, die ihre Patienten weiterbehandeln müssen und dafür radiologische Untersuchungen benötigen. Vermehrt werden wir zusätzlich Patienten auf Verdacht COVID-19 untersuchen. Da kann ich aus den eigenen Reihen berichteten: Wenn wir uns an die klinikinternen Hygienevorschriften halten, bewegen wir uns auf der sicheren Seite. Wenn wir alle strikt die vorgegeben Massnahmen von Bund und unseren Spitälern befolgen, helfen wir mit, die Verbreitung des COVID-19 zu vermindern. Es ist unerlässlich, jetzt Ruhe zu bewahren, sich an Fakten zu orientieren, verunsicherten Kolleginnen und Kollegen Mut zusprechen, aufzuklären, füreinander da zu sein und weiterhin am Patienten unseren Job ausführen. 

Wir vom Zentralvorstand glauben, dass wir alle aus dieser Situation gestärkt hervorgehen werden. Vieles hat sich jetzt schon verändert und wird sich der neuen Situation anpassen. Das Gute ist: Wir alle sind gezwungen zu entschleunigen. Dadurch gewinnt jeder Einzelne für sich mehr Zeit, um sich auf die ihm wichtigen Dinge bzw. Werte zu konzentrieren. 

Ich wünsche allen viel Gesundheit, Kraft und Energie für die kommende Zeit. Wir vom ZV und von der Geschäftsstelle sind für euch weiterhin da und erreichbar. Für Fragen, Informationsaustausch und Gespräche.

Bleibt gesund!